Lagerauflösung – verlassene Garage bei Auktion ersteigert
Torben Platzer hat eine verlassene Lagergarage ersteigert, um herauszufinden, ob sich das Prinzip der sogenannten Storage Auctions wirklich lohnt. Der Reiz daran ist offensichtlich: Hinter einem verschlossenen Tor können wertlose Möbel, alte Kartons und Sperrmüll liegen – oder eben Technik, Sammlerstücke, Designer-Kleidung und seltene Fundstücke.
In diesem Fall kostete die ersteigerte Einheit am Ende 1.090 Euro. Hinzu kam ein Käuferaufgeld von 17,5 Prozent, wodurch sich der Gesamtpreis auf rund 1.280,75 Euro erhöhte. Dazu kamen Fahrt, Zeitaufwand, Transport und später die Arbeit, die Fundstücke zu prüfen, zu bewerten und gegebenenfalls weiterzuverkaufen.
Warum verlassene Lagerräume versteigert werden
Der Hype um verlassene Lagerräume kommt ursprünglich aus den USA. Dort wurde das Prinzip vor allem durch Formate wie „Storage Wars“ bekannt. Die Idee: Mieter zahlen ihre Lagerbox nicht mehr, der Betreiber bleibt auf dem Inhalt sitzen und möchte die Fläche möglichst schnell wieder neu vermieten.
In den USA werden solche Einheiten häufig direkt vor Ort versteigert. Die Tür wird geöffnet, Interessenten dürfen wenige Minuten hineinschauen, aber nichts anfassen. Danach wird blind geboten. Genau das macht den Nervenkitzel aus: Niemand weiß, was sich tatsächlich in den Kartons, Taschen oder hinter Möbelstücken verbirgt.
In Deutschland ist das rechtlich komplizierter. Betreiber können den Inhalt eines Lagerraums nicht einfach sofort verkaufen. Vorher greifen Fristen, Kündigungsprozesse und das sogenannte Vermieterpfandrecht. Erst nach einem längeren Verfahren darf der Inhalt verwertet werden. Deshalb laufen solche Auktionen hierzulande meist über spezialisierte Online-Plattformen.
Die Auktion: Bieten auf Basis weniger Fotos
Torben Platzer nahm an einer Online-Auktion teil, bei der der Lagerraum nur anhand weniger Bilder eingeschätzt werden konnte. Geboten wurde in Schritten von 10 Euro. Wenn kurz vor Ende ein neues Gebot einging, verlängerte sich der Timer wieder auf zwei Minuten.

Viele Lagerräume wirkten auf den Bildern eher unspektakulär: alte Möbelstücke, Spiegel, Hocker, Tische oder Koffer. Bei einer nahegelegenen Einheit stieg Torben Platzer bis 230 Euro mit, zog dann aber nicht weiter mit, weil der sichtbare Inhalt keinen höheren Einsatz rechtfertigte.
Deutlich spannender wirkte eine rund 500 Kilometer entfernte Garage. Auf den Fotos waren hochwertigere Kartons zu sehen, offenbar von einem Umzugsunternehmen. Außerdem ließen sich Teile eines Dyson-Staubsaugers erkennen. Das war ein Hinweis darauf, dass der Inhalt möglicherweise wertvoller sein könnte.
Die Auktion entwickelte sich schnell zu einem Bietergefecht. Mehrere Parteien boten immer wieder gegeneinander. Am Ende erhielt Torben Platzer für 1.090 Euro den Zuschlag. Mit dem Käuferaufgeld von 17,5 Prozent lag der Gesamtpreis bei rund 1.280,75 Euro.
Der erste Blick in die Garage
Nach mehreren Stunden Fahrt wurde die Garage geöffnet. Der erste Eindruck bestätigte zunächst die Auktionsbilder: Kartons, Taschen, Haushaltsgegenstände, Kleidung und verschiedene größere Objekte. Direkt sichtbar waren unter anderem Verpackungen von Apple-Produkten und Technikzubehör.

Ein MacBook-Pro-Karton sorgte zunächst für Spannung. Allerdings stellte sich schnell heraus, dass der Karton nicht automatisch bedeutete, dass auch ein Gerät darin lag. Dennoch zeigte sich später: Nicht alle Verpackungen waren leer, und einige Fundstücke hatten tatsächlich einen relevanten Wiederverkaufswert.
Der Inhalt wirkte nicht wie vorher sortiert oder bereinigt. Zwischen Haushaltsgegenständen, Geschäftsunterlagen, Kleidung und Technik lagen auch persönliche Dokumente, Fotos und Briefe. Genau das machte die Situation besonders sensibel.
Geschäftsunterlagen, GmbH-Dokumente und private Daten
Sehr früh tauchten zahlreiche Unterlagen auf. Darunter befanden sich Gründungsdokumente, Buchhaltungsbelege, Dienstleistungsverträge, Steuerunterlagen und Kontoauszüge mehrerer GmbHs aus Frankfurt.
Solche Funde zeigen, wie problematisch verlassene Lagerräume sein können. Für Schatzsucher mag der Inhalt spannend sein, doch gleichzeitig kommen private und geschäftliche Daten zum Vorschein, die eigentlich nicht in fremde Hände gehören. Torben Platzer nannte keine Namen und behandelte die Unterlagen entsprechend vorsichtig.
Auffällig war die Kombination aus Business-Literatur, GmbH-Unterlagen, IT-Büchern und persönlichen Gegenständen. Dadurch entstand schnell der Eindruck, dass hinter der Garage eine Person mit unternehmerischem Hintergrund stand. Es fanden sich Bücher zu Themen wie Unternehmensgründung, IT-Management, digitalem Business, Karriere, Vermögensaufbau und Produktivität.

Unter anderem lagen dort Werke wie:
– „Die 4-Stunden-Woche“
– „Business Model Generation“
– „Lean Entrepreneur“
– Bücher zu IT-Sicherheit und IT-Management
– Literatur zu Handelskorrespondenz und Business-Kommunikation
– Karriere- und Finanzratgeber
Allein die Menge an Büchern war beachtlich. Insgesamt dürften es rund 300 Bücher gewesen sein. Der reine Wiederverkaufswert solcher Bücher ist jedoch schwer einzuschätzen: Einzelne Titel können interessant sein, große Buchpakete bringen im Wiederverkauf aber oft weniger ein, als man zunächst vermutet.
Technikfunde: Apple, Sony, Dyson und Netzwerkgeräte
Besonders interessant wurde die Garage bei den Technikfunden. Zwar waren manche Kartons leer, doch es tauchten auch funktionsfähige und werthaltige Geräte auf.

Zu den auffälligsten Technikfunden gehörten:
– ein MacBook Pro aus dem Jahr 2013
– AirPods beziehungsweise Zubehör
– ein iPad 3
– AirTags
– eine AirPort Time Capsule mit 2 Terabyte
– Apple-Tastatur, Magic Mouse und Zubehör
– zwei iPhone 6S
– ein originalverpacktes SuperDrive
– mehrere externe Festplatten
– eine UniFi Dream Machine
– zwei Synology-NAS-Geräte
– ein mobiler Hotspot
– Gaming-Controller
– ein Bose-Gerät
– diverse Kabel und Adapter
Das MacBook Pro war zwar nicht neu im aktuellen Sinne, sondern ein älteres Modell aus 2013. Trotzdem lag der geschätzte Wert noch bei etwa 100 bis 160 Euro. Die weiteren Apple-Produkte und Zubehörteile wurden konservativ auf etwa 360 bis 680 Euro geschätzt, sofern sie funktionsfähig sind.
Überraschend wertvoll war auch die Netzwerktechnik. Die UniFi Dream Machine entpuppte sich nicht als günstiges No-Name-Gerät, sondern als professionelles Netzwerkgerät mit einem geschätzten Gebrauchtwert von etwa 150 bis 200 Euro.
Die beiden Synology-NAS-Geräte lagen zusammen bei rund 240 Euro. Dazu kamen externe Festplatten, Kabel, Zubehör und weitere kleinere Technikartikel.
Die Sony-Musikanlage als wertvoller Fund
Ein besonders spannender Fund war eine komplette Sony-Musikanlage. Anders als bei manchen Verpackungen war hier nicht nur der Karton vorhanden, sondern tatsächlich die Anlage selbst.
Gefunden wurden unter anderem:
– zwei Sony-DSR-Tuner
– ein Vollverstärker
– ein Kassettendeck aus der ES-Serie
– ein CD-Player
– zwei Lautsprecherpaare
– weiteres Audiozubehör
Die DSR-Tuner wurden gebraucht mit etwa 299 Euro pro Stück bewertet. Der Vollverstärker und das Kassettendeck aus der ES-Serie hatten ebenfalls relevanten Sammler- beziehungsweise Gebrauchtwert. Allein einzelne Komponenten lagen im Bereich von 150 bis 200 Euro.
Zusammen wurde die Sony-Audioausstattung auf etwa 890 Euro geschätzt. Dabei hängt der tatsächliche Verkaufspreis stark vom Zustand, der Funktionsfähigkeit und der Nachfrage ab.
Kleidung, Anzüge und Designer-Stücke
Neben Technik fanden sich zahlreiche Kleidungsstücke, darunter Jeans, Hemden, Krawatten, Einstecktücher, Gürtel, Schuhe und mehrere Anzüge. Viele Kleidungsstücke waren ordentlich zusammengelegt, was darauf hindeutete, dass die Garage nicht einfach chaotisch vollgestopft worden war.
Zunächst wirkten mehrere Anzüge wenig spektakulär. Einige bestanden offenbar aus Kunstfaser und hatten vermutlich nur einen niedrigen Neupreis. Doch zwischen den Stücken befand sich auch ein hochwertiger Alexander-McQueen-Anzug aus Super-140S-Stoff.

Der Neupreis eines solchen Anzugs kann bei etwa 2.500 bis 3.000 Euro liegen. Da der Zustand sehr gut wirkte, wurde der mögliche Wiederverkaufswert auf etwa 300 bis 600 Euro geschätzt. Diese Spanne ist bewusst konservativ, da hochwertige Mode zwar teuer sein kann, aber im Secondhand-Markt stark von Größe, Zustand, Marke, Nachfrage und Verkaufsplattform abhängt.
Auch die Schuhsammlung war interessant. Unter anderem fanden sich mehrere Paar Lederschuhe, darunter Marken wie Santoni und weitere hochwertige Modelle mit Schuhspannern. Acht Paar Schuhe wurden zusammen auf etwa 310 bis 640 Euro geschätzt.
Dazu kamen:
– Manschettenknöpfe
– Einstecktücher
– Krawatten
– Gürtel
– Ledertaschen
– Schuhpflege
– Gesichtspflegeprodukte
– Galoschen
Der genaue Wert dieser kleineren Mode- und Accessoire-Funde ist schwer zu bestimmen, kann sich in Summe aber durchaus bemerkbar machen.
Dyson-Staubsauger und Haushaltsgegenstände
Ein Dyson-Staubsauger war bereits auf den Auktionsbildern teilweise sichtbar gewesen. In der Garage stellte sich heraus, dass das Gerät offenbar vollständig vorhanden war.
Nach dem späteren Laden funktionierte der Staubsauger grundsätzlich. Optisch hatte er durch normale Nutzung einige Kratzer, was bei einem gebrauchten Staubsauger üblich ist. Der geschätzte Wert lag dennoch bei etwa 180 bis 380 Euro. Diese Einschätzung passte zu vergleichbaren Refurbished-Angeboten.
Solche Funde sind bei Lagerraumauktionen besonders wichtig: Einzelne Haushaltsgeräte können zwar unscheinbar wirken, aber schnell einen erheblichen Teil des Einsatzes wieder einspielen.
Persönliche Erinnerungen: Fotos, Briefe und sensible Gegenstände

Zwischen den verwertbaren Gegenständen lagen auch viele persönliche Erinnerungen. Dazu gehörten Briefe, Fotos, Karten und private Dokumente. Solche Funde sind emotional deutlich schwieriger als Technik oder Kleidung.
Torben Platzer entschied, persönliche Gegenstände nicht unnötig öffentlich zu zeigen und die betreffende Person beziehungsweise frühere Eigentümerseite nach Möglichkeit zu kontaktieren. Gerade Fotos und Briefe haben für Außenstehende meist keinen materiellen Wert, können für die ursprüngliche Person aber unbezahlbar sein.
Dieser Teil zeigt eine oft vergessene Seite solcher Auktionen: Es geht nicht nur um Schnäppchen oder mögliche Gewinne. Man bekommt unter Umständen Einblicke in ein fremdes Leben, inklusive geschäftlicher Probleme, privater Erinnerungen und sensibler Daten.
Modellautos, Uhr und Weinflaschen
Auch Sammlerobjekte und Dekoration tauchten auf. Darunter befanden sich Modellautos, eines davon offenbar als limitierte Auflage mit Echtheitszertifikat. Der geschätzte Wert bewegte sich je nach Modell und Zustand in einem Bereich von etwa 60 bis 180 Euro.

Eine antik wirkende Uhr aus Messing wurde ebenfalls gefunden. Sie wurde als Schwarzwald-Uhr eingeordnet und mit einem möglichen Wert von etwa 290 Euro verglichen, wobei solche Preise stark vom tatsächlichen Zustand, der Echtheit und dem Käuferinteresse abhängen.
Außerdem fanden sich rund 22 Weinflaschen. Die Sammlung wirkte italienisch geprägt, mit Weinen aus Kampanien, Piemont, Toskana, Sizilien, Bordeaux, Südafrika sowie einigen deutschen Rieslingen. Genannt wurden unter anderem Flaschen von Feudi di San Gregorio, darunter Taurasi aus 1998 und 2008.
Der Gesamtwert der Weinflaschen wurde auf etwa 200 bis 350 Euro geschätzt. Auch hier gilt: Lagerbedingungen, Füllstand, Etikettenzustand und Nachfrage entscheiden darüber, ob dieser Wert realistisch erzielbar ist.
Ungewöhnliche Funde und der Adrenalinfaktor
In der Garage lagen immer wieder Gegenstände, die Fragen aufwarfen. Die Kombination aus IT-Unterlagen, vielen Datenträgern, geschäftlichen Dokumenten, externen Festplatten und weiteren nicht näher gezeigten Objekten sorgte für Spekulationen.

Torben Platzer beschrieb, dass beim Durchsuchen einzelner Taschen und Reißverschlüsse immer wieder ein starkes Gefühl von Spannung entstand. Gerade weil bei solchen Auktionen nicht zwangsläufig alles vorher entfernt wird, können wertvolle, private, unangenehme oder auch problematische Dinge auftauchen.
Wichtig ist dabei: Aus einzelnen Gegenständen lässt sich nicht automatisch sicher ableiten, welche Geschichte hinter einer Person oder einem Unternehmen steht. Der Inhalt eines Lagerraums kann Hinweise geben, aber keine vollständige Wahrheit erzählen.
Die Bewertung: Wie viel war die Garage am Ende wert?
Nach der ersten Sichtung wurden die Fundstücke fotografiert, recherchiert und mit vergleichbaren Angeboten auf Plattformen wie eBay und Kleinanzeigen abgeglichen. Dabei entstanden mehrere Wertspannen, da der tatsächliche Verkaufspreis von Zustand, Geduld, Nachfrage und Verkaufsstrategie abhängt.
Zu den groben Wertbereichen gehörten:
– Sony-Musikanlage und Audiokomponenten: etwa 890 Euro
– Apple-Produkte und Zubehör: etwa 360 bis 680 Euro
– Dyson-Staubsauger: etwa 180 bis 380 Euro
– Alexander-McQueen-Anzug: etwa 300 bis 600 Euro
– Lederschuhe und Schuhzubehör: etwa 310 bis 640 Euro
– Modellautos: etwa 60 bis 180 Euro
– Weinflaschen: etwa 200 bis 350 Euro
– UniFi Dream Machine: etwa 150 bis 200 Euro
– Synology-NAS-Geräte: etwa 240 Euro
– weiterer Kleinkram, Technik, Kabel, Zubehör und Haushaltsgegenstände: etwa 400 Euro oder mehr
Unterm Strich ergab sich eine geschätzte Gesamtspanne von etwa 2.500 bis 5.500 Euro. Eine realistische Einschätzung lag bei etwa 3.500 Euro, wobei einige Positionen sehr konservativ bewertet wurden.
Dem gegenüber standen:
– Kaufpreis: 1.090 Euro
– Käuferaufgeld: 17,5 Prozent
– Gesamtkosten für die Auktion: rund 1.280,75 Euro
– Transportkosten für einen Sprinter
– Fahrtzeit von mehreren Stunden
– Arbeitszeit für Sortierung, Recherche, Reinigung, Prüfung und Verkauf
Rein rechnerisch lag Torben Platzer mit dieser Garage im Plus. Allerdings nur dann, wenn ein großer Teil der Gegenstände tatsächlich verkauft werden kann.
Warum Lagerraumauktionen kein sicherer Money Glitch sind
Auch wenn diese Garage profitabel wirken kann, ist das Modell kein garantierter Weg zu schnellem Geld. Der größte Unsicherheitsfaktor liegt darin, dass man vor dem Kauf kaum weiß, was wirklich enthalten ist.

Auf den Auktionsbildern sieht man meist nur einige Kartons, Möbel oder sichtbare Gegenstände durch ein Tor. Ob in den Kisten wertvolle Technik liegt oder nur alte Bücher, CDs und Haushaltsreste, bleibt Spekulation.
Dazu kommt: Ein theoretischer Wiederverkaufswert ist nicht dasselbe wie echtes Geld auf dem Konto. Für den Verkauf braucht es Zeit und Aufwand:
– Gegenstände müssen sortiert werden.
– Technik muss getestet werden.
– Kleidung muss fotografiert und beschrieben werden.
– Preise müssen recherchiert werden.
– Käufer müssen gefunden werden.
– Versand oder Abholung müssen organisiert werden.
– Defekte oder Reklamationen können auftreten.
– Persönliche Unterlagen müssen datenschutzsensibel behandelt werden.
Wenn alle Kisten nur mit alten Büchern, CDs oder wertlosen Unterlagen gefüllt gewesen wären, hätte der Erlös möglicherweise nur bei einigen Hundert Euro gelegen. In diesem Fall waren mehrere starke Funde dabei, doch das ist nicht garantiert.
Mischung aus Glücksspiel, Recherchearbeit und Reselling
Die ersteigerte Garage von Torben Platzer war am Ende wahrscheinlich profitabel. Bei einem Einsatz von rund 1.280,75 Euro plus Transport und Aufwand stand ein geschätzter Warenwert von etwa 2.500 bis 5.500 Euro gegenüber. Realistisch betrachtet könnten rund 3.500 Euro erzielbar sein, wenn genügend Zeit in den Weiterverkauf investiert wird.
Der Test zeigt aber auch: Verlassene Lagerräume sind kein sicherer Money Glitch, sondern eher eine Mischung aus Glücksspiel, Recherchearbeit und Reselling. Der Nervenkitzel ist hoch, die möglichen Funde können spannend sein, doch der Aufwand wird leicht unterschätzt.
Besonders deutlich wurde außerdem die sensible Seite solcher Auktionen. Neben Technik, Kleidung und Sammlerstücken tauchten viele persönliche Dokumente, Fotos und Geschäftsunterlagen auf. Wer solche Lagerräume ersteigert, übernimmt daher nicht nur mögliche Wertgegenstände, sondern auch Verantwortung im Umgang mit privaten Daten und Erinnerungen.
Als Experiment war diese Storage Auction erfolgreich. Als Geschäftsmodell bleibt sie riskant: Gewinnerzielung ist möglich, aber keineswegs garantiert.